• Wir sind trotz Corona für Sie da!
  • Der Verkauf geht wie gewohnt weiter!

1k-Pflasterfugenmörtel richtig einbauen

Vorbemerkung 
Unsere 1-komponentigen Pflasterfugenmörtel gibt es in zwei Varianten. Beide Varianten werden gleich verarbeitet, unterscheiden sich aber in ihren Einsatzbereichen.

terraflex® 1k easy ist unser bekanntester einkomponentiger Pflasterfugenmörtel, den wir bereits seit 10 Jahren im Programm haben. Dieser wasserdurchlässige Pflaster- fugenmörtel wurde für begehbare, nicht mit Kfz befahrene Flächen mit geringeren Beanspruchungen entwickelt. Gemäß ZTV-Wegebau gehört unser terraflex® 1k easy in die Nutzungskategorie N1: Druckfestigkeit ≥ 5 N/mm² (Fußgängernutzung).

Unsere „feine Fuge“ terraflex® 1k easy fein und terraflex® 1k premium fein hat sich in den letzten Jahren zum Lieblingsprodukt vieler Galabauer und privater Gartenfreunde entwickelt. Diese beiden Pflasterfugenmörtel sind eine Weiterentwicklung des bekann-
ten und bewährten terraflex® 1k easy. Aufgrund der feineren Körnung sind Fugen- breiten um 2 mm kein Problem mehr. Die attraktiven Farben der Version terraflex® 1k premium fein werden vor allem dort geschätzt, wo die Fuge als gestalterisches Element eingesetzt werden soll.

terraflex® 1k easy fein und terraflex® 1k premium fein gehören laut ZTV-Wegebau in die Nutzungskategorie N2: 
Druckfestigkeit ≥ 15 N/mm² (Kfz bis 3,5 t). Ist der Unterbau für die Belastung durch Kfz ausgelegt, können terraflex® 1k easy fein und terraflex® 1k premium fein darum für PKW-Stellplätze und Garagenzufahrten eingesetzt werden. 

Diese 1k-Pflasterfugenmörtel sind ausschließlich im Außenbereich einzusetzen. Sie werden verarbeitungfertig geliefert. Es dürfen also keine anderen Stoffe zugesetzt werden. 

Voraussetzungen für den Einbau von terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein

Wichtig: Die zu pflasternde Baustelle muss so vorbereitet sein, dass Regenwasser durch Bettung und Unterbau problemlos und schnell vertikal abgeführt werden kann. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass die Pflasterfläche und auch die Pflasterfuge nach Regenfällen immer wieder komplett durchtrocknen kann. Damit ist eine lange Haltbarkeit der Pflasterfuge gewährleistet.

Sollte der zu verfugende Bereich jedoch ständig feucht sein (Staunässe), sei es, weil z. B. ein hoher Grundwasserspiegel vorliegt, dichter Pflanzenwuchs eine Trocknung stark behindert bzw. verlangsamt, oder weil aufgrund der Ausrichtung des Grundstücks oder durch Abschattung von Gebäuden oder Mauern Wind und Sonneneinstrahlung nicht voll wirksam werden können, ist vom Einsatz des 1k-Pflasterfugenmörtels terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein abzuraten.

Das Gleiche gilt, wenn sich unter der Pflasterung eine durchgehende Betonplatte oder eine andere wasserundurchlässige Schicht befindet (Lehmboden). Auch bei zusätzlichem Einsatz von Drainagemaßnahmen (Drainagevlies) empfehlen wir in diesem Fall vom Einbau unserer 1k-Pflasterfugenmörtel abzusehen! Wir raten auch dann ab, wenn der wasserundurchlässige Bereich nicht direktem Regen ausgesetzt ist oder sich nur teilweise unter den zu verfugenden Bereich erstreckt.

Warum sind wir hier so vorsichtig?
Zwischen Pflasterung und Betonplatte bzw. Drainagevlies wird nur das fließende Wasser abgeführt. Dennoch verbleiben im porösen Unterbau, der im Prinzip wie ein Schwamm wirkt, große Mengen gesättigter Feuchte. Diese Dauerfeuchtigkeit kann die Fugen aus unserem wasserdurchlässigen Pflasterfugenmörtel schleichend erweichen. Eine so permanent durchnässte Fuge wird dann mechanisch instabil und hält Erosionen und mechanischen Belastungen nicht mehr stand.

Wir empfehlen in solchen Fällen alternative Fugenmörtel oder sogar ganz auf eine Verfugung zu verzichten. Wenn möglich kann man das Pflastermaterial auf Stelzlager setzen. Stelzlager und alles, was dazu gehört, bieten wir ebenfalls in unserem Lieferprogramm an.


Vorbereitung des Unterbaus vor dem Einbau von Pflasterfugenmörteln
terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein

Neuanlage einer Pflasterfläche (drainfähigen Unterbau anlegen)
Um die Wasserdurchlässigkeit sicherzustellen, sollte die Bettung aus einer 6:1 Mischung aus Splitt (2/5mm) und Trasszement (zur Vermeidung von unschönen Kalkausblühungen) bestehen. Auch die Tragschicht unterhalb der Bettung mit wenigstens 10 cm Stärke sollte ausreichend wasserdurchlässig sein. Ein Gefälle von nicht unter 3 % sorgt auf der fertigen Fläche für das Ablaufen von Oberflächenwasser bei starken Regenfällen. Pfützenbildung muss unter allen Umständen vermieden werden!

Verfugung einer vorhandenen Pflasterfläche
Sollte bei Neuverfugung einer vorhandenen Pflasterfläche aus Pflastersteinen, Natursteinen, Betonsteinen oder Verbund- pflaster die Beschaffenheit des Unterbaus nicht bekannt sein, empfehlen wir, die Wasserdurchlässigkeit unbedingt vor Beginn der Arbeit zu prüfen. Hierzu müssen unter Umständen Teile der Pflasterung entfernt werden, um Zugriff auf den Unterbau zu erhalten. Von der Kombination einer wasserdurchlässigen Fuge mit einem wasserundurchlässigen Unterbau raten wir dringend ab.

Abmessungen der Fugen (Fugenbreite, Fugentiefe)
Auf festem, wasserdurchlässigem Untergrund sollte die Fuge mindestens 4 mm breit (terraflex® 1k easy) und 2-3 mm breit (terraFLEX® 1k easy fein und 1k premium fein) und mindestens 25 mm tief sein. Besteht der Unterbau aus Sand oder losem Splitt, sollte die Fuge bei gleichen Breiten mindestens 30 mm tief sein. Darüberhinaus ist sicherzustellen, dass die genannten Mindestfugenbreiten auf der gesamten Pflasterfugenfläche nicht unterschritten wird!

Bei Verarbeitung von dünneren Natursteinplatten oder den immer öfter verwendeten Keramikplatten mit 20 mm Stärke kann eine empfohlene Fugentiefe nur über folgenden Trick realisiert werden: In solchen Fällen raten wir, mit einer Maurerkeller ein zusätzliche  Vertiefung in der Bettung unter der Fuge zu erzeugen, so daß über diese zusätzliche Vertiefung eine  Mindesttiefe von 25 mm erreicht wird (siehe Abb. 3).

Bei der Verarbeitung von polygonalen Natursteinplatten sind sehr breite, unregelmäßige Fugen die Regel. Wir empfehlen hier ein Verhältnis von Fugenbreite zu Fugentiefe von wenigstens 1:1 einzuhalten. D. h.: Die Fuge sollte mindestens so tief wie breit sein. Dies ist eine Minimalvoraussetzung, welche die Haltbarkeit der Fugen aus 1k-Pflasterfugenmörtel begünstigt, aber nicht garantiert! Noch besser ist, die Fuge doppelt so tief wie breit auszuführen. Falls das möglich ist, erreicht man damit eine deutlich höhere Bruchfestigkeit. Natürlich gelten auch für polygonale Natursteinplatten alle weiter oben genannten Hinweise für den Unterbau der Pflasterung!

Keramikflaeche-fertig-verfugt

Die Verarbeitung von Keramikplatten, die in der Regel eine Dicke von 20/25 mm aufweisen,
sollte genauso wie schon 
oben beschrieben vorgenommen werden. Wir empfehlen jedoch
zusätzlich die Verwendung einer Haftschlämme, um 
die Keramikplatte auf der Bettung optimal
zu fixieren. 
Weitere Informationen zum Thema Keramikplatten geben wir Ihnen gerne telefonisch.

Wetterbedingungen beim Verfugen
Außer bei Frost (T < 0 ℃) können unsere 1k-Pflasterfugen
mörtel terraflex® 1k easy, 1k easy fein
und 1k premium fein bei jedem Wetter eingebaut werden. Auch Dauerregen 
oder starke Schauer
sind während der Verarbeitung kein 
Problem. Wasser schadet nicht. Sollten die Temperaturen
während der Verarbeitung unter 3 ℃ fallen, verlängern sich die Aushärtezeiten deutlich.
Sobald jedoch die Temperaturen wieder steigen, härten die 1k-Pflasterfugenmörtel ganz normal
und komplett aus.

Farben und Verfärbung der Pflasterfugen
1k-Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein sind im wesentlichen ein Naturprodukt, bei dem die Farben abhängig von den verwendeten Inhaltsstoffen, insbesondere vom farbgebenden Sand sind. Die Farbigkeit von Naturprodukten ist oft stark abhängig von der Charge. Die Abbildungen auf dem Etikett des Eimers und auf Drucksachen sind dem tatsächlichen Farbton ähnlich, aber nicht exakt gleich. Das Gleiche gilt für Musterstücke auf unseren Mustertafeln. Farbunterschiede von Charge zu Charge sind gering, aber unvermeidlich. Wir sind stets bemüht, die Unterschiede während des Produktionsprozesses so gering wie möglich zu halten. Darum geben Musterstücke einen realistischen Eindruck vom späteren Ergebnis einer Verfugung mit Pflasterfugenmörteln terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein wieder.

Hinweis: Die Farbwahrnehmung von Pflasterfugen wird zusätzlich durch den sogenannten Simultankontrast beeinflusst.
Der endgültige Farbeindruck der Fuge ist immer abhängig von der Farbigkeit der Umgebung, also dem verwendeten Pflastermaterial!

Farbveränderungen durch Oberflächenwasser
Eine mit unserem 1k-Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein verfugte Fläche ist im Bereich der Fuge wasserdurchlässig. Da das Oberflächenwasser in der Regel ein wenig verschmutzt ist, wird auch die Fuge im Laufe der Zeit verschmutzt. Die damit verbundene Änderung des Aussehens ist nicht zu vermeiden. Damit reduziert sich im Laufe der Zeit auch die Wasserdurchlässigkeit der Fuge. Eine vorsichtige Reinigung der Fuge mit einem Hochdruckreiniger ist erlaubt. Verwenden Sie dabei die Düse für die Flächenreinigung und halten wenigstens 20 cm Abstand zur Oberfläche. Den Hochdruckreiniger dabei nicht auf den höchsten Druck stellen, um die Fuge und auch das Pflastermaterial nicht zu schädigen. Stellen Sie bitte vor dem Einsatz eines Hochdruckreinigers sicher, dass der Hersteller des Pflastermaterials diese Art der Reinigung zulässt. Völlig risikolos reinigen Sie die Fuge mit einer harten Bürste, einem Schrubber in Kombination mit unserem Steinreiniger. Unsere Reinigungsprodukte finden Sie hier (-> Steinpflegeprodukte).

Einarbeitung mit viel Wasser

Vornässen der PflasterflächeBild1-6
Fluten Sie vor Beginn der Arbeiten die gesamte Fläche mit Wasser. Je mehr Wasser, desto besser. Idealerweise wird die Fläche am Abend vor der Verfugung intensiv vorgenässt und vor dem
Beginn der Arbeiten noch einmal. 

Die Pflastersteine sollten nach Möglichkeit mit Wasser gesättigt sein. Damit ist sichergestellt,
dass der Stein kein anderes Medium aufnehmen kann. Der Wasserfilm trennt somit den öligen
Binder in unseren 1k-Pflasterfugenmörteln vom Pflastermaterial. 

Zügig arbeiten
Für ein optimales Ergebnis empfehlen wir die Verfugung mit zwei Personen durchzuführen.
Eine Person sollte mit einem Schieber 1k-Pflasterfugenmörtel verteilen und diagonal in die
Fugen einarbeiten, die zweite sollte mit dem Wasserschlauch für ständige Bewässerung der
Fläche sorgen und den 1k-Pflasterfugenmörtel in die Fugen spülen. Bitte darauf achten, dass
das Material ständig 
in Bewegung bleibt und keine Haufen bildet. Genauso wichtig ist es, dass während der Einarbeitung 1k-Pflasterfugenmörtel nicht mit bereits abgetrockneten Bereichen der Pflasterung in Berührung kommt.

Die Fläche ständig nass halten
Die Person mit dem Wasserschlauch sollte ständig für eine ausreichende Wasserzufuhr sorgen und die auf der Fläche zurückgebliebenen Mörtelreste komplett in die Fugen spülen. Das gilt insbesondere an sehr sonnigen und heißen Tagen. Hier gilt ganz besonders: Je mehr Wasser, desto besser!

Fugen vollständig füllen
Achten Sie immer darauf, die Fugen vollständig mit terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein Pflasterfugenmörtel zu füllen. Durch den massiven Wassereinsatz sackt es immer tiefer in die Fugen und verdichtet sich dabei. Dieses Absacken muss man solange ausgleichen,
bis die Fuge nicht mehr nachgibt und fast vollständig bis zur Oberkante des Steins gefüllt ist,
aber auch nicht höher. Die Fuge darf nicht „überfüllt“ werden. Arbeiten Sie genau!

Wir empfehlen zwar den massiven Wassereinsatz bei der Einarbeitung. Aber achten Sie darauf, den Wasserstrahl nicht direkt auf die noch nicht mit Pflasterfugenmörtel gefüllte Fuge zu richten! Damit soll vermieden werden, dass Bestandteile der Bettung hoch- und ausgespült werden.
Den Wasserstrahl bevorzugt auf den Stein und nicht auf die Fuge richten! Insbesondere bei Fugenbreiten um 2 mm nicht ungeduldig werden. Das Einschlämmen dauert bei schmaleren Fugen etwas länger als bei breiteren Fugen. 

Vermeidung von Fußspuren während und nach dem Einbau
Während der Verarbeitung von 1k-Pflasterfugenmörtel sind Mörtelreste an den Sohlen der Arbeitsschuhe unvermeidlich. Reinigen Sie deshalb die Schuhsohlen regelmäßig, insbesondere während der Trocknungsphase der Pflasterfläche. Sinngemäß gilt das Gleiche auch für alle Arbeitsgeräte. Halten Sie Besen und Schieber stets sauber, um Mörtelreste auf der Fläche zu vermeiden.

Abschließende Reinigung
Sobald die Fugen vollständig gefüllt sind, wässern und reinigen Sie die Steinoberfläche mit
einem feinen Sprühstrahl. Der feine Sprühstrahl sorgt nicht nur für Sauberkeit, sondern ver-
festigt die Fuge abschließend und glättet sie auf der Oberseite. Es sollte nach Möglichkeit
kein Sandkorn mehr auf der gereinigten Oberfläche zu finden sein. Verwenden Sie zur Unter-
stützung am besten einen feinen Besen oder eine Handbürste. Achten Sie auch besonders
auf Fußabdrücke auf der fertigen Fläche! Arbeiten Sie auch hier sauber und sorgfältig.

Fugenfinish
Wenn das Wasser komplett abgelaufen ist und die Fuge beginnt, sich zu verfestigen, kann man optional mit einem geeigneten Werkzeug die Oberseite der Fuge glätten. Sobald der 1k-Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein fest geworden ist,
kann man mit einer harten, sauberen Handbürste an Fugenflanken überstehendes Material wegbürsten und erhält so eine gleichmäßige, gefällige Oberfläche. Aber dabei vorsichtig arbeiten und nicht den Pflasterfugenmörtel auskehren.

Aushärtezeiten
Unter normalen Witterungsbedingungen, bei normalen Temperaturen und normaler Luft-
feuchtigkeit, sind mit terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein verfugte Flächen
nach 12 bis 24 Stunden begehbar. Nach 5 bis 7 Tagen ist die Fläche komplett ausgehärtet und kann entsprechend der Vorgaben genutzt werden.

Kaltes und nasses Wetter verlängert natürlich die Aushärtung des 1k-Pflasterfugenmörtels. Frost kann den Aushärtungsprozess ganz zum Stillstand bringen. Steigen die Temperaturen wieder an, setzt sich der Aushärtungsprozess fort, der allerdings bei niedrigen Temperaturen mehrere Tage andauern kann. Ein negativer Einfluss auf die Qualität der Fuge durch Frostwirkung ist nicht zu befürchten.

Auch andauernder Regen verlangsamt verständlicherweise den Aushärtungsprozess. Aber auch hier gilt, dass die spätere Festigkeit und Qualität der Fuge von längeren Regenperioden nicht beeinträchtigt wird, solange das Wasser immer ablaufen kann.

Einbau ohne Wasserzugabe
Unsere 1k-Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein sollten nach Möglichkeit immer mit viel Wasser eingebaut werden! Sollte dies aus guten Gründen einmal nicht möglich sein, besteht die Gefahr von Rückständen und Flecken auf dem Pflastermaterial. Außerdem ist eine vollständige Füllung der Fugen nicht gewährleistet und damit die Langlebigkeit solcher Fugen unter Umständen geringer. Weitere Informationen für diesen Sonderfall geben wir Ihnen gerne auch telefonisch.

Tipps und Tricks, Wissenswertes

Fugengeometrien (in Klammern die Werte für terraflex® 1k easy)
Im Normalfall sind die Fugen an Pflastersteinen oder Keramikplatten rechtwinklig ausgebildet, so dass die Fuge gemäß Abb.1 mit Pflasterfugenmörteln terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein verfugt werden kann. Die Fugen jedoch nicht ganz auffüllen.

Abb1-Fugenform

Haben die Steine an den Kanten eine Fase, ist darauf zu achten, dass die Fuge nur bis zur Fase aufgefüllt wird (Abb. 2). Gegebenenfalls können hier mit einem Fugenspachtel die Fugen geglättet und die Fugenhöhe reduziert werden. Die damit verbundene Verfestigung der Fuge ist erwünscht. Überschüssiges Material sorgfältig vor der Aushärtung entfernen.

Abb2-Fugenform

V-förmige Fugen sind ebenfalls problemlos mit 1k-Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein zu verarbeiten, wenn gemäß Abb. 3 vorgegangen wird. Die Unterfütterung der Platte muss bei stabilisiertem Unterbau vor Aushärtung der Bettung vorbereitet werden. Hierzu mit einer Maurerkelle eine Auskehlung entlang der Steinkante anbringen, in die der Pflasterfugenmörtel eingebracht wird. In diesen Fällen den 1k-Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy, 1k easy fein und 1k premium fein mit besonders viel Wasser einschlämmen, um den Hohlraum gut auszufüllen.

Abb3-Fugenform

Erhöhung der Belastbarkeit einer Pflasterfläche
Die Erhöhung der Belastbarkeit einer Pflasterfläche kann bei befahrbaren Flächenbefestigungen (z. B. Garagenzufahrten) gewünscht sein. Dabei werden Pflasterstein und Fugenmaterial Druck- und Schubbelastungen durch ein Kfz ausgesetzt.

Die Kraftübertragung des Fahrzeuggewichts erfolgt über die Reifen auf die Pflastersteine und Bettung, jedoch nicht über die Pflasterfuge.
Die Verfugung wird bei Fahrzeugbewegungen Schubbelastungen (parallel zur Pflasterung) ausgesetzt. Aus diesem Grund müssen für befahrbare Flächenbefestigungen die Pflastersteine bis zu 1/3 der Pflastersteinhöhe in der Bettung fixiert sein (Abb. 4). Die Verfugung dient nur der Unterstützung bei der Übertragung von Schubkräften (z. B. beim Beschleunigen/ Bremsen/Lenken des Kfz). Nur bei der oben beschriebenen Ausführung der Pflasterung entsteht zusammen mit dem 1k-Pflasterfugenmörtel eine langlebige Pflasterfläche. Wir empfehlen für diese Fälle unseren 1k-Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy fein oder 1k premium fein der Festigkeitskategorie N2 zu verwenden.

Abb4-Fugenform

Empfindliches und saugstarkes Pflastermaterial
Die 1k-Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy1k easy fein und 1k premium fein enthalten flüssigen Binder. Dieser kann bei porösen, hellen und empfindlichen Sand- oder Natursteinen, aber auch in Betonsteinen im Bereich der Fuge in das Material einziehen und in Randbereichen Verfärbungen hervorrufen. 

Als Maßnahmen dagegen sollte die Fläche ausgiebig gewässert werden. Die Steine sind im Idealfall mit Wasser gesättigt. Das Wasser reduziert das Einziehen des Binders in die Steinränder. Als weitere Möglichkeit bietet sich die Imprägnierung des Pflastermaterials mit einem Spray an. Damit wird je nach Mittel ein zeitlich begrenzter oder auch länger anhaltender Schutz der Oberfläche aufgebracht. Wir empfehlen in jedem Fall vor der Verfugung einen aussagekräftigen Test an einer nicht sichtbaren Stelle vorzunehmen.

Versiegelung von Flächen, die mit 1k-Pflasterfugenmörteln verfugt wurden
Die Versiegelung einer mit 1k-Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy1k easy fein und 1k premium fein verfugten Fläche ist generell erlaubt. Versiegeln Sie aber erst nach dem vollständigen Aushärten der Fuge, frühestens einen Monat nach Fertigstellung. Je nach Hersteller der Versiegelung kann die Wasserdurchlässigkeit der Fuge nachlassen. Sollte die Fuge nicht mehr „atmen“ können, kann sie langfristig ihre Festigkeit verlieren (Staunässe)! Im Zweifel ist es besser, auf eine Versiegelung zu verzichten.

Bewuchs
Einer der Hauptgründe, Pflasterflächen zu verfugen, ist die Verhinderung von Unkrautbewuchs im Fugenbereich. Moose, Algen und Flechten sind jedoch wurzellos und werden darum nicht an der Entwicklung gehemmt. Regelmäßige Pflege verhindert das Wachsen von Moosen, Algen und Flechten.

Gesundheit und Sicherheit
1k-Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy1k easy fein und 1k premium fein sind gesundheitlich unbedenklich. Dennoch sollte der direkte Kontakt mit Haut und Augen vermieden werden.

SchutzkleidungArbeiten Sie mit Handschuhen, zusätzlich zur normalen Arbeits-/Schutzkleidung. Setzen Sie nach Möglichkeit eine Schutzbrille auf, vor allem beim Einschlämmen.

Sollten Ihre Hände oder andere Hautpartien mit Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy1k easy fein oder 1k premium fein in Berührung kommen, einfach mit Seife und mit fließendem Wasser die Haut reinigen. Sollten Spritzer ins Auge gelangt sein, das Auge mit viel Wasser vorsichtig ausspülen. Dann sofort einen Arzt konsultieren. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Sicherheitsdatenblatt.

Abschließender Hinweis
Die Beachtung der in diesen Praxis-Tipps gegebenen Anwendungshinweise hilft bei der Vermeidung von wesentlichen Fehlern beim Einbau von Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy1k easy fein und 1k premium fein. Die richtige und erfolgreiche Anwendung unserer Produkte unterliegt jedoch nicht unserer Kontrolle. Unsere Verarbeitungshinweise sollen Sie jedoch nach bestem Wissen informieren und beraten. Die Zusammenstellung dieser Hinweise basiert auf langjährigen Erfahrungen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und absolute Richtigkeit. Sie ersetzt auch nicht das Fachwissen seitens des Verarbeiters!

Über die hier beschriebenen Hinweise hinaus informiert Sie unser Supportteam gerne. Nutzen Sie dieses Angebot bitte vor der Anwendung von Pflasterfugenmörtel terraflex® 1k easy1k easy fein und 1k premium fein.

Support-Hotline: Tel. 02102 - 148 40 24

 

-> 1k-Pflasterfugenmörtel einkaufen

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kontaktformular

Persönliche Beratung
02102 - 148 40 20